Wer gestern schon mein Blog gelesen hat, weiß, was alle anderen offiziell erst am Montag erfahren: Meconomy gibt es jetzt auch als Hörbuch. Wie es dazu kam?
Der Autor als Verleger? Meconomy gibt es ab heute auch als Hörbuch
Foto: Erlanger Poetenfest – Georg Pöhlein, 2010
Vor ein paar Tagen war ich zu Besuch beim Erlanger Poetenfest – einer großen und wichtigen Veranstaltung des Literaturbetriebs. Die Organisatoren rund um Moderator Florian Felix Weyh hatten mich gebeten, mit Peter Glaser über den Autor als Verleger zu diskutieren – also die Chancen, die sich durch E-Books und Print-on-Demand für uns Schreiber ergeben und die Frage, ob wir überhaupt noch einen Verlag brauchen. In den USA ist das gerade ein Riesenthema.
Peter und ich waren uns ziemlich einig, dass wir eine dramatische Demokratisierung der Produktionsmittel erleben, dass Autoren erstmals vieles von dem selbst machen können, wofür sie noch vor kurzem einen Verlag brauchten, dass Verlage aber nach wie vor eine Existenzberechtigung haben – vorausgesetzt, sie definieren ihr Leistungsspektrum neu.
Eine News konnte ich in Erlangen noch nicht loswerden, obwohl sie irrsinnig gut gepasst hätte. Aber Ihr lest es hier exklusiv und als erste (am Montag wird es offiziell verkündet): Man kann Meconomy jetzt auch hören.
Buchautor Christoph Koch: “Nie mit diesem digitalen Crack anfangen”
Foto: Urban Zintel / Blanvalet
Hier nun der zweite Teil meines Posts zum neuen Buch von Christoph Koch (Foto), das ich wirklich sehr gelungen finde. Christoph hat über einen Monat lang ohne Internet und Handy gelebt und dokumentiert, wie das war. Einen Auszug findet Ihr hier. Ich wollte vom Autor wissen, was sein persönliches Fazit des Experiments ist und wie er sein Buch in der aktuellen Debatte über Informationsflut und Always-On einordnet.
Selbstversuch: Ein Monat ohne Internet und Mobiltelefon – geht das?
Mein netter Kollege Christoph Koch, der als Journalist unter anderem für Neon, Brand Eins und Monocle schreibt, hat ein Buch herausgebracht. Darüber habe ich mich erst ein bisschen geärgert, dann gefreut. Geärgert, weil die Idee so klar definiert und elegant exekutiert ist, dass ich darauf gern selbst gekommen wäre: Christoph hat etwas mehr als einen Monat lang ohne Internet und Handy gelebt und eine Art Tagebuch darüber geschrieben.
Gefreut habe ich mich dann beim Lesen, denn das Buch ist sehr gut. Keine platte Polemik, keine Maschinenstürmerei und keine Nabelschau. Sondern unterhaltsam, oft lustig und immer klug. Ich kann es wirklich jedem empfehlen, der sich selbst manchmal fragt, wie viel Facebook und Twitter zu viel sind (also eigentlich uns allen, oder?).
Das Buch ist zurecht schon sehr erfolgreich. Hier eine kleine Leseprobe, in einigen Tagen folgt dann ein Interview, das ich mit Christoph geführt habe.
Award Winning Essay: “Tomorrow’s labour market will challenge us”
Some weeks ago a student of Business Administration at the University of Applied Sciences Kiel approached me and asked for an interview. Michael Roos (pictured above) was working on an essay – as he put it – “about the ways in wich labour markets will develop and how one can take advantages from that”. In the article he went on to write Michael looks at the ongoing changes facing the German labour market today from the perspective of a young German.
The essay was handed in at a competition held by scientific journal “Adaptive Options”. It won the competition and was published in the magazine’s Spring Edition 2010. For me it captures in a nutshell many of the ideas I put forward in my books “Morgen komm ich später rein” and “Meconomy”. So especially for those of you who cannot read German here’s a chance to get a quick insight into some of the things I care about. Thank you, Michael!
How international students envision the perfect iPad-magazine
Sometimes it’s much more satisfying to work with young unspoiled newcomers than with cynic so-called professionals. At least this was the case at the Information Design Class I guest-lectured at Berlin art-school UDK this spring and summer. Basically we invented a pretty cool iPad-mag. Please take a look …
Machen statt tweeten
Im gerade erschienen Sammelband Webolution, zu dem ich neben Größen wie Ray Kurzweil und Clay Shirky auch einen Text beisteuern durfte, schreibe ich über Ablenkung, Lifehacking, Always-on und kalten Twitterentzug. Für alle, die das Buch (noch) nicht haben, hier mein Beitrag:
… damit Ihr wisst, was ich diesen Sommer getan habe
Ok, es tut mir Leid. Ich weiß ja. Ich blogge zu wenig. Es geht vielleicht anderen auch so, ich zumindest habe derzeit ständig ein latent schlechtes Gewissen, weil ich an dieser Stelle zu wenig schreibe. Ich twittere halbwegs regelmäßig, ab und zu poste ich hier Gastbeiträge, die ich interessant finde, aber das Kernproblem bleibt: Wer Dinge schaffen will (und ab und zu mal zum Beispiel mit Freunden nach Florenz reisen, siehe Bild oben), kann nicht auch noch ständig Blogposts verfassen. Ich jedenfalls schaffe das nicht.
Um mein schlechtes Gewissen zu entlasten, habe ich mir überlegt: Ich verbinde die zwei Dinge heute einfach miteinander. Ich erzähle Euch kurz, was ich in den letzten Wochen getan habe, statt zu bloggen. Und hey, schon ist ein neuer Blogpost entstanden. Ein weiterer Grund, warum ich das tun möchte, ist, dass man auf meiner Portfolio-Website www.markusalbers.com noch keine Möglichket hat, die je neuesten Einträge zu sehen. Der Nutzer muss sich also durch alle Untermenüs klicken, um herauszufinden, welche Artikel ich in letzter Zeit geschrieben habe oder an welchen Neuentwicklungen ich beteiligt war. Mein kluger aber stets sehr beschäftigter Websitegestalter Torsten arbeitet aber schon daran, das zu ändern. Bis dahin hier ein händisch zusammengetragener Überblick der letzten Wochen:
“Wer mobil und flexibel sein muss, anstatt es sein zu dürfen, ist nicht frei”
Hier nun Teil zwei der Leseprobe aus Claas Triebels (Bild) neuem Buch “Mobil, flexibel, immer erreichbar – Wenn Freiheit zum Albtraum wird”, in dem er auf kluge Weise den fast exakten Gegenstandpunkt zu meinen Thesen einnimt und erklärt, warum die neue Arbeitswelt uns unglücklich macht.
Natürlich bin ich letztlich überhaupt nicht seiner Meinung. Die Lektüre seiner Gedanken lohnt dennoch sehr, denn der Autor ist klug, symphatisch und schimpft nicht einfach kuluturpessimistisch herum, sondern weiss, wovon er spricht. Teil eins gibt es hier.
“Mobil, flexibel, immer erreichbar – wenn Freiheit zum Albtraum wird”
In meiner kleinen Reihe von Auszügen aus neuen Büchern, die ich mag, weil sie auf charmante und kluge Art so ziemlich das genaue Gegenteil von dem behaupten, was ich in meinen Büchern sagen, möchte ich heute auf das aktuelle Werk von Claas Triebel hinweisen. Es heisst “Mobil, flexibel, immer erreichbar – Wenn Freiheit zum Albtraum wird” und erklärt eloquent, warum die neue Arbeitswelt uns unglücklich macht.
Ich bin natürlich dezidiert anderer Meinung, freue mich aber schon darauf, mit dem Autor – den ich mag – bei der einen oder anderen Veranstaltung ein Streitgespräch zu führen und möchte bis dahin die Lektüre des nun folgenden Auszugs aus seinem Buch empfehlen. Claas hat ihn mir freundlicherweise als Gastbeitrag zur Verfügung gestellt. Es ist der erste Teil der Leseprobe, in einigen Tagen folgt der zweite. Möge die Debatte beginnen.









