“Morgen komm ich später rein” – die Neuauflage mit Bonus Tracks ist da

Als ich für mein zweites Buch Meconomy einen Print-on-Demand-Dienstleister suchte, also ein Unternehmen, das jeweils immer in Echtzeit genau das eine Buch druckt, das gerade bestellt wurde, entschied ich mich für epubli aus Berlin. Sie hatten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, eine transparente Abrechnung, ein nettes Team und gute Druckqualität. Diesen Schritt habe ich bis heute nicht bereut. Und als epubli zur Leipziger Buchmesse nach zufriedenen Self-Publishing-Autoren suchte, die sie auf ihrer Website abbilden könnten, sagte ich spontan ja.

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Meconomy mehr als 3700 Mal verkauft: Darum jetzt nur noch 3.99 Euro

Gut, jetzt ist es also soweit. Ich finde, ich muss mal etwas zurückgeben, ein Dankeschön.

Als ich im Januar 2010 mein neues Buch Meconomy selbst veröffentlicht habe, also nicht bei einem großen Verlag, wie den Vorgänger, wusste ich nicht, ob ich mich damit vielleicht lächerlich mache. Es gab Meconomy zunächst nur elektronisch – würde jemand ein ganzes Buch auf dem iPhone lesen, auf dem Rechner oder einem anderen Bildschirm? Nach etwa zwei Monaten folgte die Print-On-Demand-Fassung auf Papier, aber auch hier war unklar – würden die Leser ein Buch kaufen, das in keiner Buchhandlung ausliegt und auf dessen Titel kein renommierter Verlagsname prangt?

Ich habe damals ziemlich viele Interviews zu dem Thema gegeben und immer gesagt: Wenn ich 50 Exemplare von Meconomy verkaufe, ist das Experiment gescheitert. Wenn ich 500 verkaufe, habe ich so in etwa den Break-Even erreicht. Und wenn ich mehr als 1000 verkaufe, gibt es Champagner. Die Flasche hätte ich irgendwann köpfen können, aber weil immer so viel zu tun ist, habe ich das schlicht vergessen.

Stattdessen nehme ich eine andere Zahl zum Anlass, Euch – also den Lesern des Buchs und dieses Blogs – zu danken. Ich habe neulich meine Verkaufsstatistik aktualisiert und festgestellt:

Es wurden bisher mehr als 3700 Exemplare der deutschen Ausgabe von Meconomy verkauft. Also, noch mal in Worten: Dreitausendsiebenhundert.

Das gilt für alle Formate zusammen, also PDF, EPUB, iPhone- und iPad-App, PoD, Kindle, Hörbuch. Als es noch zwischen 1000 und 2000 Exemplaren waren, habe ich in Interviews immer gesagt, das sei doch „ganz respektabel“. Jetzt sage ich: “Yeah!”

Man muss nämlich wissen, dass von populären Wirtschaftssachbüchern wie Meconomy in der Regel keine hunderttausende Exemplare verkauft werden. Mein Erstling, „Morgen komm ich später rein“ hat seit Erscheinen Ende 1998 knapp 5000 verkauft. Und das war ein Wirtschaftsbestseller (laut Charts des Manager Magazin). Insofern spielt Meconomy inzwischen durchaus in der Bundesliga mit.

Man muss außerdem bedenken, dass es bei den elektronischen Ausgaben von Meconomy keinerlei Kopierschutz gibt. Wer sich das PDF oder EPUB kauft, kann es theoretisch beliebig oft weitergeben. Ich habe das absichtlich so gemacht, weil ich nicht an Kopierschutz glaube, und weil ich möchte, dass die Ideen von Meconomy sich so weit wie möglich verbreiten. Trotzdem kann man konservativ rechnen, dass die Leserzahl des Buches vermutlich ein Vielfaches der Käuferzahl darstellt.

Was nun? Ich habe immer gesagt: E-Books sind in Deutschland zu teuer. Es gibt keinen Grund, für ein digitales Produkt, dessen Grenzkosten in Herstellung und Vertrieb gegen Null gehen, genau so viel zu verlangen wie für ein physisches, das produziert, vertrieben, gelagert und im Handel präsentiert werden muss. Darum kostete Meconomy digital auch nur 9.99 Euro (auf Papier 16.90 Euro – immer noch knapp zwei Euro günstiger als mein Erstling).

Weil ich aber inzwischen meine Investitionen in Meconomy (Lektorat, Gestaltung, technische Dienstleiter, etc.) wieder eingespielt habe (die Arbeitszeit des Schreibens entlohnt zu bekommen, klappt in der Regel mit Büchern sowieso nicht), möchte ich die 3700er-Grenze einfach mal ganz willkürlich zum Anlass nehmen, einen Schritt weiter zu gehen – zumindest auf dem Vertriebsweg, den ich komplett in der Hand habe.

Kurz gesagt: Meconomy kostet als PDF-Download von meiner Website ab sofort nicht mehr 9.99, sondern 3.99 Euro. So.

Ein paar Kosten und einen gewissen Aufwand habe ich mit der ganzen Sache immer noch. Außerdem soll das E-Book selbst schon einen Wert haben. Darum möchte ich es nicht noch günstiger machen, sonst wird es billig. Und billig ist blöd. Außerdem will Smashwords kürzlich herausgefunden haben, dass 3.99 der ideale Preis für ein selbst publiziertes E-Book ist. Für 3.99 Euro kann man sich ein Buch auch mal zulegen, wenn man nur mal hineinschauen möchte. Oder wenn es für Studium interessant sein könnte. Oder als kleines Geschenk für einen Freund …

Dasselbe gilt fürs Hörbuch. Auch hier senke ich den Preis dramatisch von 12.90 auf  3.95 Euro. Und das Bundle aus beidem, also Hörbuch und PDF kostet nicht mehr 19.90, sondern 6.99 Euro.

So, das war’s schon. Ich möchte Danke sagen. Und Ihr sagt es vielleicht weiter. Das wäre nett.

P.S. Eine Ergänzung gibt es doch noch: Mein Erstling “Morgen komm ich später rein” ist vom Verlag Campus auch gerade stark im Preis reduziert worden: Statt wie bisher 18.90 kostet die Papierversion auf Amazon derzeit nur 4.99 Euro.

 

GOODplace: Wo gibt es die Arbeitsplätze der Zukunft schon heute?

Ich habe Monika Kraus-Wildegger (Bild) im vergangenen Jahr kennengelernt, als ich auf auf einer Veranstaltung des Netzwerks Erfolgsfaktor Familie einen Vortrag gehalten habe. Sie erzählte mir voller Leidenschaft von ihrem Projekt: Einer Online-Plattform, auf der lebensfreundliche Arbeitsplätze entdeckt und bewertet werden können. Außerdem erzählte Sie mir davon, dass unter anderem mein erstes Buch sie dazu inspiriert habe.

Das fand ich natürlich schmeichelhaft, aber auch spannend, und ich bat sie um einen Gastbeitrag für mein Blog, in dem sie über die Plattform erzählen könnte, die sie tatsächlich inzwischen gestartet hat. Sie heisst GOODplace und lohnt einen Besuch. Wer mehr über Hintergründe und Entstehungsgeschichte wissen möchte, liest den folgenden Beitrag von Frau Kraus-Wildegger.

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“Wie gründet man eigentlich ein Café, Ansgar Oberholz?”

 

Foto: Felix Broede 2012

Ansgar Oberholz (Bild), den Inhaber des Café St.Oberholz in Berlin, habe ich zum ersten Mal persönlich getroffen, als ich ihn für die Brand Eins interviewte. Später bin ich dann noch einmal mit einer Koreanischen Regierungsdelegation zum Oberholz gekommen – die Besucher interessierten sich für alle Aspekte dessen, was sie zu Hause “Smart Work” nennen. Das Konzept eines Cafés, in dem das WLAN kostenlos ist, der Kaffee und das Essen hervorragend, und das darum stets voll ist mit jungen Gästen, die an ihren Laptops arbeiten, fanden die Koreaner großartig. Die hübschen Coworking-Appartements über dem Café ebenso.

Den Chef des Oberholz hatte ich mir vorher immer als leicht bornierten Hipsterschnösel vorgestellt, aber Ansgar war ganz anders – freundlich, offen, neugierig. Das seltene Beispiel eines erfolgreichen Unternehmers mit der Fähigkeit zur Selbstironie. Kürzlich veröffentlichte er seinen ersten Roman, ein stark autobiografisch gefärbtes – und sehr lesenswertes – Buch, in dem es um die Gründungstage des St. Oberholz geht. Weil ich in diesem Blog immer gern Geschichten von Gründern veröffentliche und von Menschen, die sich erfolgreich neu erfinden, bat ich ihn um einen Gastbeitrag zu den Irrungen und Wirrungen der Selbständigkeit. Hier kommt er …

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Die Meconomy in der Praxis: “Selbstbestimmt und sinngetrieben” – Gastbeitrag Nummer 6

Silke Luinstra (Bild) habe ich auf einer Berliner Veranstaltung des Netzwerks Erfolgsfaktor Familie kennen gelernt – das ist eine Initiative von Bundesfamilienministerium und DIHK, die es sich zum Ziel gesetzt hat, bei deutschen Unternehmen für eine bessere Vereinbarkeit von Job und Familie zu werben.

Ich war Keynote-Speaker, Silke Luinstra sprach mich nach dem Vortrag an – und weil sie so anschaulich davon erzählte, wie sie Themen meiner Bücher in ihrem beruflichen und privaten Leben ganz praktisch umsetzt, habe ich sie gebeten, darüber doch einen kleinen Gastbeitrag für mein Blog zu schreiben. Hier ist er:

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Dirk von Gehlens Experiment – so können Sachbücher heute geplant, finanziert und geschrieben werden

Dirk von Gehlen (Bild), Leiter “ Social Media/Innovation” bei der Süddeutschen Zeitung, habe ich zum ersten Mal 2010 kennengelernt, bei einem Workshop zur digitalen Zukunft der SZ. Das irrsinnig experimentelle Medialab, das wir uns damals erträumten, ist leider nicht realisiert worden. Mit Dirk bin ich trotzdem in Kontakt geblieben, spätestens nachdem wir uns im Jahr danach auf einer spanischen Finca wieder trafen, in der Dirk zufällig mit seiner Familie genau neben uns wohnte.

Jetzt hat Dirk, dessen letztes Buch bei Suhrkamp erschien, rund um sein neues Werk ein Experiment gestartet, das mich sehr an meine Veröffentlichungsgeschichte von Meconomy erinnert. Nur eben zwei Jahre danach und also viel ausgefeilter, moderner. Was er vorhat, schreibt er in diesem Gastbeitrag. Ich finde: unbedingt unterstützenswert.

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Die Meconomy in der Praxis: Was genau machen wir eigentlich bei Rethink?

Illustration: Mario Wagner für Rethink

Vor knapp zwei Jahren habe ich zusammen mit Brian O’Connor und Katrin Seegers die Agentur Rethink gegründet. Ich hatte so viel darüber nachgedacht und geschrieben, dass es heute einfacher ist denn je, ein Unternehmen zu starten, dass ich einfach mal selbst den Beweis antreten wollte. Aber was genau ist Rethink? Es wird wahrscheinlich Zeit, das hier einmal kurz zu erklären.

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Die Meconomy in der Praxis: Raus aus dem öden Bürojob – Gastbeitrag Nr. 5

In meiner losen Reihe von Gastbeiträgen, in denen Leser berichten, wie sie ihre eigene Meconomy entdeckt und umgesetzt haben, schreibt heute Lukas Herrsche (Bild) – der erzählt, wie er sich nach dem Studium zunächst in öden Bürojobs langweilte, durch das Lesen von Meconomy aber den Mut fasste, sich selbständig zu machen. Und nun nie wieder zurück will.

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Meconomy is now available in Hungarian – meet the awesome team that made it happen


The great thing about having written and self-published my last book Meconomy is that people from all kinds of professions and from all over the world keep approaching me telling me that they share many of my ideas and want to do something cool together. This way I was able to diversify the product in ways I couldn’t have with an old-school publisher. Already there’s an English translation of Meconomy out there, a German audio book, and the latest addition – a Hungarian translation.

All these projects were made possible because I collaborated with professionals who liked the idea of adapting Meconomy into their respective language or format. They worked for free (or almost free) but we share revenues from future sales. A model that is exactly about the entrepreneurial mindset I advocate in the book – and which seems to work out just fine in the real world.

This is the story of Ilona Fogarasi who believed in bringing Meconomy to her home country Hungary and who made it happen – with a team of two friends.

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“Eternal Bliss”: My first short story has been published by The Guardian

Late last year Sony asked whether I would like to participate in an event they called “Futurescapes” – the idea being to bring together an expert-panel of thinkers, designers, futurologists and writers to discuss what life might be like in 2025 – and which role technology could play to make earth a better place by then.

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